III. Information zur Datennutzung und zum Datenschutz

III. Information zur Datennutzung und zum Datenschutz

Rechtsgrundlage

Die Rechtsgrundlage zur Verarbeitung der/die ST, betreffenden personenbezogenen Daten bildet die freiwillige, schriftliche Einwilligung aller sorgeberechtigten Personen (auch bei Alleinerziehenden, wenn ein geteiltes Sorgerecht vorliegt) gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, bzw. Art. 9 Abs.2 lit. a DSGVO, soweit besondere Kategorien personenbezogener Daten betroffen sind. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden zu jeder Zeit eingehalten.

Zudem arbeiten wir auf der Grundlage der Deklaration von Helsinki (Erklärung des Weltärztebundes zu den ethischen Grundsätzen für die medizinische Forschung am Menschen) und richten uns nach den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis.

 

Datenarten und Verwendungszwecke

Im Rahmen der Studie werden Daten basierend auf Selbstauskunft, mentalen Fähigkeiten und körperlichen Reaktionen zum Zweck der wissenschaftlichen Untersuchung erhoben. Genauer sind dies demographische Daten zu Alter, sozialen und biologischem Geschlecht, höchstem Bildungsabschluss, derzeitiger beruflicher Tätigkeit, und Haushaltseinkommen. Zudem werden persönlichen Einschätzungen auf Beurteilungsskalen sowie Daten zu einigen mentalen Fähigkeiten (z.B. Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit) und körperlichen Reaktionen (z.B. Herzfrequenz, Gesichtsmuskelspannung) erhoben. Während eines kurzen Teils der Untersuchung werden Tonaufnahmen von dem/der ST gemacht, um eine Qualitätsprüfung der Daten zu ermöglichen. Diese Tonaufnahmen werden nicht mit den persönlichen Daten des/der ST verknüpft bearbeitet und nur von Mitgliedern des Untersuchungsteams zum Zwecke der Datenbereinigung genutzt. Die Datenerhebung der Untersuchung dient ausschließlich wissenschaftlichen und nicht-kommerziellen Zwecken. Die Teilnahme des/der ST an der Untersuchung ist freiwillig. Der/die ST können jederzeit Ihre Einwilligung zur Teilnahme an der Studie widerrufen und die Untersuchung ohne Angaben von Gründen abbrechen, ohne dass Ihnen daraus ein Nachteil entsteht.

 

Aufbewahrung und Zugriff

Die Daten des/der ST, werden absolut vertraulich behandelt und in so genannter pseudonymisierter Form erhoben und weiterverarbeitet. D.h., dass diese Daten nicht mit Namen, sondern nur mit einer Identifikationsnummer (ID-Code) verbunden werden. Somit wird niemand außer Studienmitarbeitern mit einer Zugangsberechtigung eine Identifizierung der Daten des/der ST, vornehmen können, und dies geschieht auch nur dann, wenn der/die ST selbst oder bei minderjährigen ST eine sorgeberechtige Person, uns um die Re-identifzierung dieser Daten explizit bitten. Die Daten des/der ST, werden nicht an Dritte weitergegeben, sondern im Rahmen der Forschungskooperationsgruppe in pseudonymisierter Form geteilt. Die Daten des/der ST, werden sodann nur in vollständig anonymisierter Form für wissenschaftliche Publikationen genutzt. Wir verpflichten uns die datenschutzrechtlichen Grundbestimmungen einzuhalten.

 

Veröffentlichung

Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse in Publikationen oder auf Tagungen erfolgt ausschließlich in anonymisierter Form und zwar so, dass der/die ST als einzelne Person nicht identifizierbar ist und somit keinerlei Rückschlüsse auf den/die ST als Einzelperson möglich sind.

 

Speicherdauer, ggf. Nachnutzung

Die gesonderte Einwilligung des/der ST, bzw. bei minderjährigen ST aller Sorgeberechtigten, vorausgesetzt, werden die in dieser Studie erhobenen Daten in anonymisierter Form für die Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Damit folgen wir in dieser Studie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) zur Qualitätssicherung in der Forschung. Bei Einwilligung hierzu gehen wir wie folgt vor, um die Sicherheit der personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Die persönlichen Daten des/der ST (Vor-, und Nachname, Geburtsdatum und Adresse) werden auf der Einverständniserklärung vermerkt. Die Einverständniserklärungen werden gesichert vor unbefugtem Zugriff und unabhängig von den restlichen Versuchsdaten aufbewahrt. Die aufgezeichneten Daten werden anonymisiert zehn Jahre aufbewahrt und danach entweder gelöscht bzw. vernichtet oder im Sinne des Prinzips „Open Science“ (freier Zugang zu erhobenen Daten in der Wissenschaft) in dieser anonymisierten Form der wissenschaftlichen Community auf Datenrepositorien auf dafür vorgesehenen deutschen Servern zur Verfügung gestellt (wie Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation, ZPID). Der/die ST, bzw. bei minderjährigen ST alle Sorgeberechtigten, haben das Recht, Auskunft über die sie, bzw. die Ihr minderjähriges Kind, betreffenden aufgezeichneten Angaben und Untersuchungsergebnisse zu verlangen, soweit dies aus technischen Gründen möglich ist. Der/die ST, bzw. bei minderjährigen ST alle Sorgeberechtigten, können bei unrichtiger Aufzeichnung der personenbezogenen Angaben, eine Berichtigung dieser Angaben verlangen. Sollten der/die ST, bzw. bei minderjährigen ST eine sorgeberechtigte Person, einer Weiterverarbeitung der Daten widersprechen, werden keine weiteren Daten über diese Person, zum Zweck der Studie, erhoben und aufgezeichnet. Die bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Daten können auf Wunsch gelöscht werden, sofern die Sicherheit anderer ST gewährleistet wird und die gesetzlichen Dokumentationspflichten gewahrt bleiben. Die erhobenen Daten werden lediglich auf Gruppenebene analysiert, daher können auch keinerlei Daten mehr gelöscht werden, sobald die Daten in anonymisierter Form auf Gruppenebene zusammengefasst wurden.

 

Bezüglich der personenbezogenen Daten des/der ST, bzw. bei minderjährigen ST zusätzlich auch aller Sorgeberechtigten gelten folgende Rechte:

Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten und Recht auf Widerruf der Einwilligung

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur mit der Einwilligung des/der ST, bzw. bei minderjährigen ST aller Sorgeberechtigten, rechtmäßig. Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit gegenüber der/dem Verantwortlichen für die Zukunft widerrufen werden (solange die Daten in nicht anonymisierter Form vorliegen). Durch Verweigerung oder Widerruf der Einwilligung entstehen der betroffenen Person keine rechtlichen Nachteile. Der Widerruf der Einwilligung hat zur Folge, dass die Verarbeitung der betroffenen personenbezogenen Daten nach Maßgabe der Widerrufserklärung für die Zukunft unzulässig wird. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung wird dadurch nicht berührt.

Recht auf Auskunft

Der/die ST hat, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht auf Auskunft über die den/die ST, betreffenden personenbezogenen Daten, die in der Studie erhoben, verarbeitet und gespeichert werden.

Recht auf Berichtigung

Der/die ST hat, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht den/die ST betreffende unrichtige personenbezogene Daten berichtigen zu lassen.

Recht auf Löschung

Der/die ST hat, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht den/die ST betreffende personenbezogene Daten löschen zu lassen, z.B. wenn diese Daten für den Zweck, für den sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen oder die Einwilligung widerrufen wurde und es an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung fehlt. Anonymisierte Daten können grundsätzlich nicht mehr gelöscht werden, da keine Verbindung zwischen Daten und Person hergestellt werden kann.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Der/die ST hat, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht, von der/dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der Voraussetzungen des Art. 18 Abs. 1 DSGVO vorliegt.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Unter den Voraussetzungen des Art. 20 Abs. 1 DSGVO hat der/die ST, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht auf Datenübertragbarkeit.

Beschwerderecht

Der/die ST hat, bzw. bei minderjährigen ST haben alle Sorgeberechtigten, das Recht, Beschwerde bei einer mitgliedstaatlichen Aufsichtsbehörde einzulegen, wenn Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung der den/die ST betreffenden personenbezogenen Daten bestehen. Zuständige Aufsichtsbehörde für die Humboldt-Universität zu Berlin ist die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Unbeschadet dieses Beschwerderechts können Sie sich bei datenschutzrechtlichen Fragen jederzeit an die Behördliche Datenschutzbeauftragte der Humboldt-Universität zu Berlin, Tel: +49 (30) 2093-20022, E-Mail: datenschutz@uv.hu-berlin.de, wenden.

Für anonymisierte Daten können diese Rechte grundsätzlich nicht angewendet werden, da diese nicht mehr mit Ihrer Person, bzw. der Identität des/der ST, in Verbindung gebracht werden können.

Bitte wenden Sie sich bei Wahrnehmung Ihrer Betroffenenrechte an Dr. Claudia Wolf:

Humboldt-Universität zu Berlin, Abteilung für Psychologische Methodenlehre, Unter den Linden 6, 10099 Berlin, E-Mail: Claudia.Wolf@hu-berlin.de